NABU Regionalstelle Rheinhessen-Nahe


 

Die NABU-Regionalstelle Rheinhessen-Nahe ist Ansprechpartner für Ihre Fragen zu Natur und Naturschutz in der Region und vernetzt von Albig aus die NABU-Gruppen in Rheinhessen und dem Kreis Bad Kreuznach .
Möchten Sie sich über eine NABU-Veranstaltung informieren oder wollen Sie mit uns in der Natur aktiv werden? Möchten Sie eine besondere Beobachtung melden? Dann sind Sie bei uns an der richtigen Adresse!

 

NABU Rheinhessen-Nahe

Langgasse 91

55234 Albig

Tel.: 06731 547566

Fax: 06731 547565

[email protected] 

 

Hinweis zum Datenschutz: 
Die NABU-Regionalstelle Rheinhessen-Nahe erhebt und verwendet Ihre Daten ausschließlich, um Ihre Anfrage zu beantworten und etwaigen Wünschen nach weiterer Kontaktaufnahme oder der Zusendung von Informationsmaterial nachzukommen.

 



Wildtier gefunden - was tun?

Fledermaus gefunden

Fledermaus-Hotline des NABU:

030-284984-5000

Öffnungszeiten finden Sie hier

Die wichtigsten Antworten rund um Fledermäuse gibts hier

Bilch gefunden

Garten-oder Siebenschläfer: 
www.wildtierhilfe-rhein-nahe.de
Erstmaßnahmen zur Versorgung eines gefundenen Bilches finden sie
hier

Jungvogel gefunden 

Wann brauchen Jungvögel unsere Hilfe und wann nicht? Unter

wildvogelhilfe.org

finden Sie detaillierte Antworten rund um den Wildvogelfund.  Weitere Infos hier

Igel gefunden 

Wann brauchen Igel unsere Hilfe und wann nicht? Unter

proigel.de/

finden Sie detaillierte Antworten rund um den Igelfund.  Weitere Infos hier.


Sie fühlen sich trotzdem unsicher? Nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf!


Zur Situation der Storchennester im Bereich der unteren Nahe

Seit einiger Zeit werden im Bereich der unteren Nahe zwischen Bad Kreuznach und Gensingen durch die Firma Westnetz immer wieder Nester der Weißstörche von den Hochspannungsmasten heruntergeworfen, um die Vögel am Brüten zu hindern.

 

Auch wenn es in den sozialen Medien anders dargestellt wird: Der NABU in Bad Kreuznach, Rheinhessen oder Rheinland-Pfalz ist in diese Aktion weder eingebunden noch wurde er im Vorfeld informiert!

 

Der NABU ist ein Verein und keine Behörde und kann solche Aktionen weder genehmigen noch verbieten. Dafür sind Naturschutzbehörden zuständig. Das Entfernen der Nester durch die Firma Westnetz wurde unter strengen Auflagen von der oberen Naturschutzbehörde SGD Nord in Koblenz genehmigt. 

Die Nester dürfen laut dieser Genehmigung abgeworfen werden, solange kein Ei darin ist. Das wird von einer Firma im Auftrag von Westnetz mit Drohnen kontrolliert und von einem Fachgutachter begleitet. Dieser Fachgutachter ist als unabhängiges Büro und nicht als NABU tätig!

 

Durch das Abwerfen sollen die Vögel vom Brüten auf den nicht ungefährlichen Hochspannungsmasten abgehalten und auf alternative Nistmöglichkeiten umgelenkt werden.
Wir als NABU stelle allerdings kritisch die Frage, ab wann man sich eingestehen muss, dass die Maßnahme nicht zum Erfolg führt.

 

Auch ohne das Abwerfen der Nester wäre die Lage nicht unbedingt einfacher:

2025 sind allein an der unteren Nahe zwischen Bad Kreuznach und Gensingen 5 Störche durch Stromschlag ums Leben gekommen, vor zwei Wochen ein weiterer auf einem Mast der Bahn bei Gensingen.

Die Masten sind keine sicheren Brutplätze. Bis 2024 ging das noch glimpflich aus, da es kaum Konkurrenz gab. 2025 kamen weitere Störche hinzu, darunter einige Rabauken, die bestehende Nester übernehmen wollten. Das hat zu heftigen Kämpfen geführt, bei denen die Vögel den Hochspannungsleitungen zu nahekamen. Da die betreffenden Nester von der Straße aus nicht zu sehen waren, hat davon allerdings kaum ein Mensch etwas mitbekommen.

 

Wie so ein Storchenkampf aussieht und warum die Störche kämpfen, erfahren Sie auf dieser Seite:

http://www.storchenelke.de/alles_ueber_die_stoerche_wieso_kommt_es_zum_storchenkampf.htm

 

Als Ausgleich für die verlorenen Nistplätze wurde Westnetz verpflichtet, in einem Pappelbestand an der Nahe mehrere Bäume zu kappen und mit insgesamt 6 Nistplattformen für Störche zu versehen. Wir hoffen sehr, dass sich die Störche auf dieses Angebot einlassen. Weitere Nisthilfen stehen auf dem Gelände der Angelvereine Planig und Langenlonsheim sowie an der Schlarpmühle am Ippesheimer See - nicht weit von den Nistplätzen auf den Strommasten und in einem Gebiet, das auch die Kreuznacher Störche für die Nahrungssuche nutzen. Und es gibt sicher noch weitere Nisthilfen an der unteren Nahe. Ausweichmöglichkeiten wären also theoretisch vorhanden – wenn die Störche denn wollen. 

 

Jungvögel bitte sitzen lassen!

Nicht immer sitzen junge Amseln so brav in einer Reihe. Meistens verstecken sie sich einzeln im Gebüsch und warten auf die Fütterung durch die Eltern. (Bild: Anneliese Klotz / NABU)
Nicht immer sitzen junge Amseln so brav in einer Reihe. Meistens verstecken sie sich einzeln im Gebüsch und warten auf die Fütterung durch die Eltern. (Bild: Anneliese Klotz / NABU)
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Landesvertreterversammlung des NABU Rheinland-Pfalz in Albig

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Für jeden etwas: Unser Veranstaltungsprogramm 2026 ist online

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Mitmachen: „Stunde der Wintervögel“ 9.-11.1.2026

Eine Wacholderdrossel lässt sich Hagebutten schmecken. (Bild: Kathy Büscher / NABU)
Eine Wacholderdrossel lässt sich Hagebutten schmecken. (Bild: Kathy Büscher / NABU)
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Vogelgrippe in Rheinhessen-Nahe!

Auch wenn im Kreis Mainz-Bingen die Stallpflicht aufgehoben wurde, ist die Vogelgrippe nach wie vor ein Problem für Wildvögel. In Rheinhessen und an der Nahe wurden nach Auskunft der Veterinärämter im Herbst mehrere tote Kraniche und andere Wasservögel gefunden, die an der Vogelgrippe, hervorgerufen durch das aggressive Virus, H5N1 verendet sind. Bei Funden von erkrankten oder toten Kranichen und anderen Wasservögeln, aber auch von Greifvögeln, sollte daher das jeweilige Kreisveterinäramt und das Ordnungsamt der Verbandsgemeinde benachrichtigt werden, die sich um die fachgerechte Behandlung und Entsorgung kümmern.
Hier die Verlautbarungen der Veterinärämter: 

 

Kreis Alzey-Worms (auch Worms): https://www.kreis-alzey-worms.de/aktuelles/immer-auf-dem-neuesten-stand/news-und-infos-aus-alzey-worms/gefluegelpest-in-rheinland-pfalz-aktuelle-lage-im-landkreis-alzey-worms/

 

Kreis Bad Kreuznach: https://www.kreis-badkreuznach.de/fileadmin/media/downloads/00_Neuigkeiten/ab_2025/2025_10_29_PM_Vogelgrippe-Nachweis.pdf

 

Kreis Mainz Bingen (auch für Mainz zuständig): https://www.mainz-bingen.de/de/aktuelles/meldungen/6637241336.php

 

Auch wenn es hart klingt:

Die generelle Empfehlung lautet, kranke Tiere nicht zu beunruhigen und einfach sitzen zu lassen - so schwer das auch fallen mag. Einem an der Vogelgrippe erkrankten Vogel ist leider nicht mehr zu helfen, und auch nicht erkrankt wirkende, aber verletzte Vögel können das Virus in sich tragen und es ausscheiden. Werden sie aufgescheucht, können vor allem gesellig lebende Arten das Virus in bisher gesunde Bestände eintragen. Zudem besteht die Gefahr, dass man durch Kontakt mit den Tieren oder ihren Ausscheidungen ungewollt zur Verbreitung des Virus beiträgt. 

 

Auch die Wildtierstationen sind zurzeit  bei der Aufnahme von Wildvögeln vorsichtig - egal von welcher Art. Kleinere, privat geführte Wildvogelstationen haben meist keinen Platz für eine Isolierstation, die im Fall der Fälle auch schnell überfüllt wäre. Daher ist die Gefahr der Ansteckung vorhandener Pfleglinge einfach zu groß. Ist die Vogelgrippe einmal bei einer Station aufgetreten, müssen alle Pfleglinge getötet werden. Dazu gibt es eine mehrwöchige Quarantäne und es muss sehr aufwändig alles desinfiziert werden, bevor ein sicherer Betrieb wieder aufgenommen werden kann. Kann die Desinfektion nicht gewährleistet werden, droht im schlimmsten Fall die dauerhafte Schließung der Station. 

 

Auch die meisten Tierärzte sind wegen der Vogelgrippe vorsichtig. Einen Schnelltest gibt es nicht, weshalb Tierärzte auch nicht sicher feststellen können, ob ein Vogel infiziert ist. Die einzige sichere Nachweismethode ist die Untersuchung von toten Tieren im Landesuntersuchungsamt (LUA) in Koblenz, die erst nach mehreren Tagen ein Ergebnis bringt. 

 

Der aktuelle, europaweite Stand des Infektionsgeschehens findet sich hier:

 

https://eurlaidata.izsvenezie.it/epidemio.php#

 

Viele weitere Fragen zur Vogelgrippe werden hier beantwortet: 

 

https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/voegel/gefaehrdungen/krankheiten/vogelgrippe/04678.html 

 

https://lua.rlp.de/unsere-themen/tiergesundheit-tierseuchen/tierseuchenbekaempfung/aviaere-influenza

 

Uns bleibt leider nur zu hoffen, dass die Epidemie schnell vorbei geht.